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Mint "EinBlick in den Himmel" - Stratoflight

Wie kann man besser Daten über den Aufbau unserer Atmosphäre, die Temperatur, den Druck mit zunehmender Höhe etc. sammeln als mit einem Wetterballon? Klar, wenn man wie Felix Baumgartner selber in die Höhe geht.

Da dies aus finanziellen Gründen kaum möglich ist und den Rahmen des Mintunterrichts sprengen würde, blieben wir also bei unserem Wetterballon. Die Mintkurse 3u und 3v arbeiteten gemeinsam an diesem Projekt. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in eine der 7 Gruppen für das Projekt einteilen. Es brauchte eine Organisations- und Planungsgruppe, eine Gruppe, die sich mit der Sonde befasst, ein Interview- und Filmteam, ein Team für Programmierung und Auswertung des Datenloggers, eines für den GPS Tracker und eine Gruppe, die mit aktuellen Wetterdaten grünes Licht für den Start gab. 

Die verschiedenen Teams arbeiteten motiviert und zielstrebig an ihren Aufgaben und dies auch ohne ständige Aufsicht und Betreuung durch die beiden Lehrkräfte D. Kiefer und H. Guldimann. Es war eine tolle Zusammenarbeit mit gemeinsamer Planung und gegenseitigen Absprachen.

Nach der Vorbereitung in vier Doppellektionen war es dann soweit. Die Gruppe, welche sich mit den Startvorbereitungen befasste, berechnete die Heliummenge und den ungefähren Ort, wo der Ballon wieder landen sollte. Damit der Ballon nicht zu weit in die Alpen fährt, wollten wir etwas mehr Helium einfüllen, damit er früher platzt. So würde er „hoffentlich“ noch in den Voralpen bleiben, was eine spätere Suche der Sonde bedeutend erleichtert oder überhaupt ermöglicht. Die Anmeldung beim Flughafen Basel war erfolgt, das Flugobjekt für Haftpflichtschäden versichert, Abflugort und –Zeit waren festgelegt: Am 22. Februar 2019 in der 10-Uhr-Pause soll unser Wetterballon Richtung Himmel steigen.

Der Ballon wurde mit Helium gefüllt, die Sonde mit dem Fallschirm befestigt, die elektronischen Geräte angestellt, eingebaut und mit Wärmebeuteln geschützt…

10, 9, 8…,1 und los ging’s.

Begeistert und mit ein bisschen Stolz schauten wir dem Punkt nach, welcher immer kleiner am Himmel wurde. Mit rund 10 Metern pro Sekunde stieg unser Flugobjekt auf und entfernte sich Richtung Himmel.

 

Kurz danach fuhren die beiden Lehrkräfte in die berechnete Richtung dem voraussichtlichen Landeplatz entgegen. Bereits eine Stunde nach dem Start meldete sich der GPS-Tracker wieder und gab die Koordinaten der Sonde an. Doch die Suche sollte nicht so einfach sein. Die Koordinaten waren in den Berner Voralpen in der Region von Blumenstein.

Der Waldweg in die Höhe war eisbedeckt und der Weg mit dem Auto der Lehrkräfte nicht mehr „bewältigbar“. Der Zufall wollte es, dass in der Region Waldarbeiter an der Arbeit waren und die beiden Mintler mit ihrem grossen Traktor in die Höhe bringen konnten. Die letzten paar Kilometer in die Höhe und durch Schneefelder mussten sie dann allerdings zu Fuss zurücklegen. Der Standort war laut GPS direkt vor ihnen, doch nach langer Suche blieben die Lehrkräfte erfolglos. Herr Kiefer sagte, dass er noch einmal suchen würde, und wenn er ihn nicht finden sollte, würden sie wieder zurückgehen. Als er einen Blick nach unten warf, sah er plötzlich die weisse Sonde vor seinen Füssen im Schnee. Die Mühe hatte sich doch gelohnt.

Es war ein tolles Projekt mit einer sehr guten Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Teams. Das Gelingen dieses Unternehmens war nur möglich dank dem Einsatz aller Beteiligten. Und die gesammelten Bilder und Daten sind der Lohn für diesen Einsatz.  Viel Spass bei den folgenden Filmen.

Trailer Videogruppe                               https://youtu.be/yhcMvvsC184

Dokumentation Videogruppe                  https://youtu.be/mdPllbL4YbQ

Stratoflight Luftaufnahmen                     https://youtu.be/VcYNRfHKg38                                                                                                   

 

Mintkurs 3uv 2019

 

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